Smartphone in der Hand, deine Leute neben dir, vor euch die geschwungene Fassade des Staatstheaters Cottbus – und über der ganzen Stadt eine zweite Sprache, die auf den Straßenschildern mitläuft. Chóśebuz steht dort unter Cottbus, kleiner gesetzt, aber selbstverständlich. So beginnt eure Schnitzeljagd Cottbus: nicht hinter einer Reiseleiterin mit Schirmchen, sondern mit euch als Spürnasen in einer Stadt, die ihre besten Geschichten nicht aushängt. Cottbus verteilt sie hinter Backsteinfassaden, in stillen Nebenstraßen und in Namen, die man erst laut lesen muss. Biegt ihr links ab, steht ihr vor einem hellgrünen Bürgerhaus mit weißen Girlanden über den Fenstern. Geht ihr rechts, wächst euch ein Kirchturm entgegen, der 55 Meter hoch über die Niederlausitz schaut. Beides liegt auf eurer Route, beides erzählt etwas anderes. Ihr lest diese Stadt wie einen Text, den bisher vor allem Einheimische entziffern: Inschriften, Wappen, ein Brunnen, auf dem eine Frau einen Kuchen im Arm hält. Die App gibt die Richtung vor, den Rest macht ihr selbst.
Ihr ladet die myCityHunt-App auf euer eigenes Smartphone, löst das Ticket ein und öffnet die Lobby. Einer scannt den QR-Code, alle anderen steigen ein – ab da spielt ihr als eine Gruppe. Zuerst wählt jeder eine Rolle, und die Auswahl ist üppig: Der Detektiv knobelt sich durch die Kombinationen, der Fotograf jagt das beste Motiv zwischen Altmarkt und Spree, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen ein. Über fünfzig Rollen stehen bereit, jede bringt eigene Bonus-Aufgaben mit. Dann zeigt das GPS die Richtung – welche Gasse ihr nehmt, entscheidet ihr. An den Stationen warten Fragen mit vier Antwortmöglichkeiten; wer feststeckt, holt sich einen von zwei gestaffelten Hinweisen, freiwillig und gegen Punkte. Dazwischen liegen Fotoaufgaben und Aktivaufgaben, deren Ergebnisse nach dem Spiel in einer privaten Galerie eurer Gruppe landen. Ihr startet, wann es euch passt, und pausiert, wann ihr wollt. Wer die meisten Punkte sammelt, steht oben im Highscore. Wem der Spaziergang wichtiger war als die Punktzahl, hat auch nichts verloren.
Cottbus ist eine Stadt der harten Schnitte. Am Stadtrand hat ein Fürst einen der größten Landschaftsparks Deutschlands anlegen lassen, während wenige Kilometer weiter die Bagger ganze Dörfer abtrugen. Eine Technische Universität bringt junges Publikum in eine Altstadt, deren ältestes Gebäude aus der Zeit vor der Reformation stammt. Und mitten hindurch läuft das Niedersorbische, eine Sprache mit wenigen tausend Sprechern, die es auf jedes Amtsschild geschafft hat. Genau deshalb funktioniert eine Schnitzeljagd Cottbus hier besser als in mancher größeren Stadt: Alles liegt in Gehweite, und nichts sieht aus wie das Nächste.
Ihr steht vor einem Bau, den offenbar jemand für eine deutlich größere Stadt entworfen hat. Der Berliner Architekt Bernhard Sehring stellte ihn 1908 fertig – später Jugendstil mit klassischen Anleihen – und verteilte über den Bau, was zu einem Kunsttempel gehört: Löwen als vergoldete Reliefs, Widderköpfe aus Kupfer, Panthergespanne neben dem Bühnenhaus. Über dem Haupteingang steht „Der Deutschen Kunst". Der Zuschauerraum ist ein Rangtheater mit Logen und 600 Plätzen. Wer im Vorbeigehen den Kopf in den Nacken legt, entdeckt an der Fassade mehr Figuren, als sich beim ersten Blick zählen lassen.
Der Backsteinbau wirkt aus der Nähe fast zu groß für seinen Platz, und das täuscht nicht: Die dreischiffige Hallenkirche gilt als größte mittelalterliche Kirche der Niederlausitz. Das Mittelschiff ist so stark überhöht, dass ihr den Sprung zu den Seitenschiffen schon von außen seht. Ihren Namen bekam sie erst 1572, weil ihr die benachbarte Klosterkirche unterstellt war – die hieß fortan „Unterkirche". Der Turm misst 55 Meter und lässt sich besteigen – oben liegt euch die Niederlausitz flach und weit zu Füßen.
Dazu kommen das Wendische Museum in seinem klassizistischen Bürgerhaus, die Klosterkirche als ältester erhaltener Sakralbau der Stadt und das Dieselkraftwerk, in dem heute das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst sitzt. Diese Orte werdet ihr sehen – das Dazwischen gehört euch.
In der Klosterkirche steht eine 2,22 Meter hohe Sandsteinplatte für Fredehelm von Cottbus, gestorben 1307, und seine Frau. Auf dem Wappen darauf sitzt ein Krebs – dasselbe Tier, das später ins Stadtwappen wanderte und euch seitdem überall in Cottbus begegnet. Gepredigt wurde in dieser Kirche bis Anfang des 20. Jahrhunderts auf Wendisch.
Wer Cottbus nur für eine Bergbaustadt hält, verpasst das Beste. 1819 backte eine Frau namens Maria Groch den ersten Cottbuser Baumkuchen: Teigschicht auf Teigschicht über offener Flamme, an einer Walze, die sich unaufhörlich dreht. Ihre Tochter machte daraus ein Geschäft und wurde Ende des 19. Jahrhunderts kaiserliche Hoflieferantin, der Konditor Max Lauterbach verschickte den Kuchen später bis nach New York. Auf dem Marktbrunnen am Altmarkt steht die Baumkuchenfrau bis heute.
Ein paar Schritte weiter hat ein Haus alle überlebt, die darin gearbeitet haben: 1573 öffnete die Löwen-Apotheke am Markt und blieb bis 1984 in Betrieb – über vierhundert Jahre Rezepturen an einer Adresse. Heute steckt dort das Brandenburgische Apothekenmuseum. Und noch ein Cottbuser hat es weit gebracht, obwohl es ihn nie gab: Der Postkutscher, der den Postkutschkasten putzt, wurde im 19. Jahrhundert von Werbeleuten für Ansichtskarten erfunden. Der Zungenbrecher lief los, die Karten liefen mit, und plötzlich kannte halb Deutschland den Namen der Stadt.
Am Stadtrand liegt das Alterswerk des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau. Ab 1846 formte er in Branitz eine flache Sandlandschaft zum Park um und ließ 1856 eine Pyramide aufschütten, rund dreizehn Meter hoch, um die er später einen See ziehen ließ; 1871 wurde er dort begraben, unter Wein, der sich im Herbst rot färbt. Seit 1991 wiederum verwandelt das FilmFestival Cottbus jeden Herbst die Stadt in einen Umschlagplatz für osteuropäisches Kino, eröffnet wird im Großen Haus des Staatstheaters. Klassische Stadtführungen Cottbus erzählen davon zwischen zwei Terminen. Auf einer Schnitzeljagd Cottbus habt ihr die Zeit, tatsächlich stehen zu bleiben.
Für den Junggesellenabschied ist die kompakte Altstadt ein Geschenk: Die Runde ist bequem zu Fuß machbar, und wer danach weiterziehen will, hat mit der Spremberger Straße die Kneipenachse gleich vor der Nase. Beim Geburtstag unter Erwachsenen erspart euch das Stadtspiel Cottbus die Frage, was man denn nun gemeinsam unternimmt – die Gruppe hat eine Aufgabe, und das Gespräch kommt von allein. Fürs Teambuilding zahlt sich aus, dass die Rollen sehr unterschiedliche Stärken belohnen: Wer gern kombiniert, glänzt woanders als jemand, der gut fotografiert oder gut zuhört. Familien profitieren von der flachen Niederlausitz: kein Anstieg, keine Kletterei, dafür ein Brunnen mit Figuren zum Suchen und eine Kirchturmtreppe als Belohnung. Und für die Städtereise ist Cottbus die naheliegende Ergänzung zum Spreewald: rund anderthalb Zugstunden von Berlin, Hauptbahnhof und Altstadt liegen dicht beieinander, und eine digitale Schnitzeljagd Cottbus füllt genau den halben Tag, den man sonst planlos durch die Fußgängerzone läuft.
Den Cottbuser Baumkuchen gibt es bei Groch & Erben, benannt nach der Bäckerin, die 1819 den Anfang machte. Der Werksverkauf liegt in der Spremberger Straße im ersten Stock, direkt über der Conditorei & Café Lauterbach. Jede Teigschicht, die über die Walze läuft, wird später zu einem der hellen Ringe im Anschnitt – daher der Name. Frisch schmeckt er deutlich saftiger, als der Ruf des Kuchens vermuten lässt.
Am Ende steht ihr wieder dort, wo alles anfing: vor dem Staatstheater Cottbus, dieselbe Fassade, dieselben Figuren – nur dass ihr jetzt wisst, wer sie dort hingestellt hat. Die Stadt, die ihre Geschichten nicht aushängt, hat euch unterwegs ein paar davon zugeflüstert: den Krebs im Wappen, die Baumkuchenfrau auf dem Brunnen, den Turm der Oberkirche, der über die flache Niederlausitz hinausschaut. Chóśebuz steht immer noch klein unter Cottbus auf den Schildern, aber es liest sich anders, wenn man weiß, warum. Also lauft los, schaut genauer hin, kombiniert – und lasst euch von der Stadtrallye Cottbus dorthin schicken, wo ihr sonst vorbeigegangen wärt.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Cottbus ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Cottbus haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Cottbus machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Staatstheater und führt als Rundweg über rund 3,8 Kilometer durch das Zentrum, vorbei an der Oberkirche St. Nikolai, an der Klosterkirche, an der Schlosskirche und am Dieselkraftwerk mit dem Landesmuseum für moderne Kunst. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Ein Jugendstiltheater, eine Turbinenhalle voller Kunst und ebene Wege liegen an der Route.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa drei Stunden, die Strecke misst rund 3,8 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab € 12,99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.