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Lutherhof
Greifswald

Lutherhof Greifswald

Lutherhof

In der bezaubernden Stadt Greifswald erhebt sich der Lutherhof als ein eindrucksvolles Zeugnis der reichen architektonischen Tradition und des lebendigen Gemeinschaftslebens dieses historischen Ortes. Das faszinierende Gebäude lädt mit seinem kunstvollen Design und seiner bewegten Vergangenheit dazu ein, die einzigartige Mischung aus verschiedenen Baustilen und seine Bedeutung im kulturellen Gefüge Greifswalds zu entdecken.

Die Geschichte des Lutherhofs

Der Lutherhof wurde als Gemeinschaftshaus errichtet und vom bekannten Berliner Architekten August Orth entworfen. Es zählt zu Orths letzten Meisterwerken und zeigt eine harmonische Verbindung von spätem Neugotik- und aufkommendem Heimatstil. Die Geschichte des Gebäudes ist so bunt wie seine Fassade, die mit einer beeindruckenden Mischung aus Putz und Ziegelwerk eine visuell ansprechende Komposition bildet.

Am 3. Juni 1901 wurde der Lutherhof vom pommerschen Generalsuperintendenten Heinrich Poetter eingeweiht. Schnell entwickelte er sich zu einem Zentrum für Vorträge und Versammlungen und spielte eine bedeutende Rolle während der Kirchenkämpfe im frühen 20. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben sind Veranstaltungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Rudolf Hermann, Karl von Scheven und Martin Niemöller. 1935 hielt der angesehene Theologe Dietrich Bonhoeffer hier eine Rede, was die historische Bedeutung des Ortes noch unterstreicht.

Die Architektur erkunden

Der architektonische Reiz des Lutherhofs liegt in seiner detailreichen Fassade, die mit Terrakotta-Statuen von Martin Luther und Philipp Melanchthon geschmückt ist, gefertigt von der Tonwarenfabrik Ernst March Söhne in Berlin-Charlottenburg. Diese Figuren, zusammen mit robusten schmiedeeisernen Türbeschlägen, erinnern an mittelalterliches Kunsthandwerk und bieten einen reizvollen Rückblick in die Vergangenheit.

Das Gebäude weist eine neungliedrige, zweistöckige Struktur mit Mansarddach auf und strahlt einen fast malerischen Charme aus. Auf der rechten Seite des Komplexes befindet sich ein giebelständiges Hallengebäude, die Lutherhalle, deren Haupteingang die Inschrift Luther-Hof trägt. Im Inneren wurde die Galerie des großen Saals später in einen kleineren, separaten Raum umgewandelt, was seine Funktionalität erhöhte.

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Ein Zentrum für Gemeinschaft und Kultur

Der Lutherhof war im Laufe seiner Geschichte mehr als nur ein Gebäude; er war ein wesentlicher Bestandteil der Gemeinschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente er als Zufluchtsort für kirchliche Institutionen, die aus Stettin flüchteten, und wurde schließlich zur Geburtsstätte der Pommerschen Evangelischen Kirche. Er war weiterhin Schauplatz bedeutender Ereignisse, wie der 20. Pommerschen Provinzialsynode im Jahr 1946.

1989 spielte der Lutherhof eine entscheidende Rolle bei der Gründung des Neuen Forums Greifswald und unterstrich damit seine anhaltende Bedeutung im sozialen und politischen Leben der Region. Heute, nach umfangreichen Renovierungen, die 2018 abgeschlossen wurden, blüht der Lutherhof weiterhin als Zentrum für Gemeinschaftsaktivitäten.

Der Lutherhof heute

Derzeit ist der Lutherhof ein lebendiger Ort für verschiedene Gemeinschafts- und Kulturaktivitäten. Er beherbergt die Evangelische Studierendengemeinde an der Universität Greifswald und bietet Raum für Chöre, Lernkurse und andere Zusammenkünfte. Das Hofgebäude beherbergt einen Kindergarten namens Kinderladen, der von einer Elterninitiative betrieben wird und die Rolle des Lutherhofs in der Förderung zukünftiger Generationen weiter festigt.

Der Lutherhof dient auch als Proben- und Veranstaltungsort für die renommierte Greifswalder Bachwoche und zieht Musikliebhaber aus nah und fern an. Seine hervorragende Akustik und historische Atmosphäre machen ihn zu einem perfekten Ort für musikalische Aufführungen und verleihen seiner kulturellen Bedeutung eine weitere Dimension.

Das musikalische Erbe des Lutherhofs

1976 wurde der Saal im Lutherhof mit einer Orgel von Rudolf Böhm aus Gotha ausgestattet. Dieses mechanische Meisterwerk wurde 1999 von Lothar Banzhaf aus Husum sorgfältig restauriert, um seine Nutzung für musikalische Aufführungen und Veranstaltungen zu gewährleisten. Die Orgel verfügt über zwölf Register auf zwei Manualen und einem Pedal und bietet einen reichen und dynamischen Klang, der die musikalischen Darbietungen im Lutherhof bereichert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Lutherhof nicht nur ein historisches Denkmal ist, sondern ein lebendiger Teil der Gemeinschaft Greifswalds. Seine Mauern haben bedeutende Momente der Geschichte erlebt, und seine Hallen erklingen weiterhin mit Musik und Lachen. Ob ihr euch für Geschichte interessiert, Architektur liebt oder einfach die lebendige Kultur Greifswalds erleben möchtet, der Lutherhof ist ein Muss, das verspricht, euch zu fesseln und zu inspirieren.

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