Mitten im Herzen von Halle (Saale), einer Stadt voller musikalischer Traditionen, befindet sich das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus. Dieses unscheinbare, aber bemerkenswerte Gebäude erzählt Geschichten von Geschichte, Musik und Wandel. Das charmante Haus in der Großen Klausstraße 12 ist ein absolutes Muss für alle, die das reiche musikalische Erbe dieser Region entdecken möchten. Wer dieses historische Haus betritt, taucht nicht nur in ein Museum ein, sondern reist in eine Zeit zurück, in der Musik das Herzstück von Halle war.
Das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus ist mehr als nur ein Gebäude; es ist ein Zeugnis des Lebens und Wirkens von Wilhelm Friedemann Bach, dem ältesten Sohn des berühmten Johann Sebastian Bach. Zwischen 1746 und 1764 war Wilhelm Friedemann als Musikdirektor und Organist an der Marktkirche Unser Lieben Frauen tätig. In dieser Zeit lebte er in dem Haus, das heute als sein Wohnsitz gefeiert wird, einem Bauwerk mit Wurzeln bis ins Jahr 1554. Ursprünglich ein Badehaus, hat das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Wandlungen durchlaufen, die die sich wandelnde Architektur und Kultur von Halle widerspiegeln.
Die Reise des Hauses durch die Zeit ist ebenso faszinierend wie die Musik, die es feiert. Ursprünglich im Besitz der Badestubenzunft, diente es im Laufe der Jahre verschiedenen Zwecken, darunter als Lebensmittelgeschäft, Gaststätte und sogar als Friseurladen, bevor es zu dem kulturellen Leuchtfeuer wurde, das es heute ist. In den späten 20. Jahrhundert wurde das Gebäude umfassend renoviert, um seinen Renaissance-Charme zu bewahren und es an moderne Bedürfnisse anzupassen, sodass es stolz als Denkmal der musikalischen Vergangenheit Halles dasteht.
Beim Rundgang durch das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus erwartet euch die Ausstellung Musikstadt Halle, eine Hommage an die reiche musikalische Geschichte der Stadt. Diese Ausstellung im ersten Stock beleuchtet die Beiträge von sieben einflussreichen Komponisten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Unter ihnen sind selbstverständlich Wilhelm Friedemann und sein Vater Johann Sebastian Bach, aber auch Größen wie Georg Friedrich Händel und Carl Loewe.
Jeder Raum der Ausstellung ist eine Zeitreise, die Einblicke in das Leben und Werk dieser Komponisten bietet. Die Exponate sind sorgfältig kuratiert und vermitteln Kontext und Tiefe zu der Musik, die eine Ära prägte. Für diejenigen mit einem besonderen Interesse an historischen Instrumenten ist der Bereich Hausmusik in Halle ein wahrer Schatz, der Instrumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeigt, jedes mit seiner eigenen Geschichte.
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Das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus selbst ist ein architektonisches Juwel. Der ursprüngliche Bau, ein Fachwerkhaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurde sorgfältig erhalten. Der Renaissanceflügel zur Großen Klausstraße hin bewahrt seinen historischen Charme mit einem steilen Dach und Gaubenfenstern, die an eine vergangene Epoche erinnern. Trotz zahlreicher Renovierungen bewahrt das Haus seine historische Integrität und bietet Besuchern einen Einblick in die architektonischen Stile, die Halle im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben.
Eines der faszinierendsten Merkmale ist die rekonstruierte Bohlenstube, ein holzgetäfelter Raum aus dem 16. Jahrhundert, der einen gemütlichen Einblick in das häusliche Leben zu Bachs Zeiten bietet. Dieser Raum sowie der Salon, der Robert Franz gewidmet ist, werden häufig für Veranstaltungen genutzt und verleihen dem historischen Ambiente eine lebendige, moderne Note.
Heute dient das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus nicht nur als Museum. Es ist ein lebendiger Treffpunkt für Musikliebhaber und beherbergt den Landesmusikrat Sachsen-Anhalt sowie die Mitteldeutsche Barockmusikvereinigung. Diese Organisationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewahrung und Förderung des musikalischen Erbes der Region und sorgen dafür, dass das Vermächtnis von Komponisten wie Bach und Händel zukünftige Generationen weiterhin inspiriert.
Besucher des Hauses sind oft beeindruckt von der nahtlosen Verbindung von Geschichte und Moderne. Ob bei einem Konzert im Robert-Franz-Salon oder beim Erkunden der Feinheiten historischer Instrumente – das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus bietet ein immersives Erlebnis, das sowohl lehrreich als auch tief bewegend ist.
Zusammenfassend ist das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus nicht nur eine Station auf einer Touristenroute; es ist eine Reise durch die Zeit, die ein reiches Geflecht aus Musik, Geschichte und Architektur bietet. Es steht als Zeugnis für Halles bleibendes Erbe als Musikstadt und lädt Besucher ein, zu entdecken, zu lernen und sich inspirieren zu lassen. Ob ihr Musikliebhaber seid oder neugierige Reisende, ein Besuch in diesem Haus verspricht ein unvergessliches Erlebnis, das mit der Seele Halles in Resonanz steht.
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