Die Église Saint-Barthélémy de Mouscron, auch bekannt als Sint-Bartholomeuskerk, ist eine beeindruckende Kirche im gotischen Stil im Herzen von Mouscron, Belgien. Diese architektonische Perle befindet sich in der Wallonischen Region in der Provinz Hennegau und steht stolz nordöstlich des Grand-Place, oder Place Gérard Kasiers, und bietet Besuchern einen Einblick in die reiche Geschichte der Gegend.
Die Ursprünge der Église Saint-Barthélémy de Mouscron reichen bis ins Jahr 1149 zurück, als sie erstmals in historischen Dokumenten erwähnt wurde. Ursprünglich stand die Kirche unter dem Patronat der Abtei Saint-Pierre de Lille. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Kirche zahlreiche bedeutende Ereignisse erlebt, darunter die Ankunft einer Reliquie des Heiligen Bartholomäus, die 1509 von Antoine de la Barre aus Rom gebracht wurde.
Während der Französischen Revolution litt die Kirche schwer. Am 19. Mai 1794 wurde sie geplündert, und aufgrund der Weigerung des Klerus, den Verfassungseid abzulegen, war sie vom 27. September 1797 bis zum 6. Juni 1802 geschlossen. Im Laufe der Jahre gehörte die Kirche verschiedenen Diözesen an, darunter Tournai, Gent und Brügge, bevor sie 1967 endgültig zur Diözese Tournai zurückkehrte.
Auch im Zweiten Weltkrieg musste die Kirche große Herausforderungen überstehen. Im August 1943 beschlagnahmten die deutschen Truppen die Glocken der Kirche für ihr Metall. Trotz Bemühungen, sie nach dem Krieg zurückzuholen, wurden sie nie gefunden, und 1950 wurden neue Glocken installiert, die Emmanuel und Françoise genannt wurden, zum Gedenken an die verlorenen Originale.
Die heutige Struktur der Église Saint-Barthélémy de Mouscron, hauptsächlich aus Tournai-Stein und Ziegeln gebaut, stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der neogotische Glockenturm wurde 1837 hinzugefügt, während das zentrale Kirchenschiff und die gleich proportionierten Seitenschiffe im Stil einer gotischen Hallenkirche, bekannt als Hallekerk, errichtet wurden. Zwischen 1972 und 1982 wurde die Kirche vollständig restauriert, um ihre Erhaltung für zukünftige Generationen zu gewährleisten.
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Beim Betreten der Église Saint-Barthélémy de Mouscron werden Besucher von einer Fülle historischer und künstlerischer Schätze begrüßt. Die Kirche beherbergt vier Grabdenkmäler, darunter Sarkophage der Herren und Grafen von Mouscron, sowie eine Reliquie des Heiligen Bartholomäus. Die große Orgel, die aus dem Jahr 1766 stammt, ist ein weiteres Highlight mit ihren manuellen Bälgen und ihrem kunstvollen Design, das während der Restaurierung wegen Platzmangels in den Chor verlegt wurde.
Im linken Querschiff befindet sich eine Nische auf dem Altar Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, die eine Statue der Jungfrau der Sieben Schmerzen beherbergt, eine seit dem 16. Jahrhundert in der Pfarrei verehrte Figur. Die neogotischen Möbel, die von dem Genter Bildhauer Delannier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefertigt wurden, tragen zur ästhetischen Anziehungskraft der Kirche bei.
Rechts vom Eingang erzählt eine Inschrift von den Prüfungen, die die Menschen von Mouscron und ihre Kirche während der Französischen Revolution im Jahr 1794 erlitten haben. Eine kleine Kapelle hinten links ist der Anbetung des Heiligen Sakraments gewidmet. Der Hauptaltar, oft mit einem einfachen Tuch bedeckt, steht vor den Stuhlreihen der Gläubigen, während der prä-Vatikan-II-Liturgiealtar hinter der Orgel verborgen ist.
Zwei große Gemälde des Kortrijker Malers Liévin François Vermote, die 1859 geschaffen wurden, schmücken die Seiten des Altars. Eines zeigt eine Pietà und das andere das Martyrium des Heiligen Bartholomäus, beide über drei Meter hoch und verleihen dem Inneren der Kirche eine dramatische Note.
Die Église Saint-Barthélémy de Mouscron verfügt über eine beeindruckende Sammlung von Schätzen, darunter die Kanzel von 1864, die Orgel von 1766 und die Gräber bedeutender Persönlichkeiten wie Ferdinand Liedekerke und seiner Frau Eléonore de Noyelles sowie Georges und Nicolas Basta. Die Kirche besitzt auch eine silberne Büste des Heiligen Bartholomäus aus dem 15. Jahrhundert, einen silbernen Kelch im Louis-XVI-Stil von 1751, ein vergoldetes Ziborium von 1643, einen weiteren silbernen Kelch von 1794 und eine Monstranz von 1780. Unter den Reliquien befindet sich eine der Heiligen Teresa von Avila.
Am 29. März 1976 wurden vier Mausoleen in der Kirche als Kulturerbe klassifiziert. Dazu gehören das Denkmal von Oste de la Barre und seiner Frau Cécile de Mourkercke, die Grabplatte von Corneille de la Barre, das Mausoleum von Ferdinand de Liedekercke und seiner Frau Éléonore de Noyelles sowie das Mausoleum von Georges und Nicolas Basta. Zusätzlich wurde die Orgel am 17. Dezember 1981 aufgrund ihres historischen und künstlerischen Wertes klassifiziert.
Zusammenfassend ist die Église Saint-Barthélémy de Mouscron nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Zeugnis der Widerstandskraft und des künstlerischen Erbes von Mouscron. Ihre Wände erzählen Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten und machen sie zu einem unverzichtbaren Besuch für jeden, der diese charmante belgische Stadt erkundet.
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