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Bebenhäuser Pfleghof
Tübingen

Bebenhäuser Pfleghof Tübingen

Bebenhäuser Pfleghof

Im Herzen der historischen Altstadt von Tübingen gelegen, verkörpert der Bebenhäuser Pfleghof eine lange und reiche Geschichte, die sich mit moderner Nutzung verbindet. Dieses architektonische Juwel, das ursprünglich 1342 errichtet und 1492 neu aufgebaut wurde, hat im Laufe der Zeit verschiedene Funktionen erfüllt, von einem klösterlichen Wirtschaftszentrum bis hin zu einem lebendigen Teil der Universität Tübingen. Beim Durchschreiten seiner geschichtsträchtigen Hallen taucht ihr ein in eine Welt mittelalterlicher Pracht und gegenwärtiger Zweckmäßigkeit.

Die historische Bedeutung des Bebenhäuser Pfleghofs

Der Bebenhäuser Pfleghof ist eines von vier Anwesen, die seit dem frühen 14. Jahrhundert zum Kloster Bebenhausen gehören. Seine Geschichte ist eng mit den wirtschaftlichen Strategien der Zisterziensermönche verbunden, die ihn verwalteten. Trotz der traditionellen Betonung auf Selbstversorgung und Abgeschiedenheit erkannten die Mönche die Vorteile der Interaktion mit der geschäftigen Stadt Tübingen. Der Pfleghof wurde zu einem wichtigen Handels- und Interaktionspunkt, einer Brücke zwischen klösterlichem Leben und städtischem Handel.

1492 wurde der Pfleghof unter der Leitung von Abt Bernhard von Magstadt umfassend umgebaut. Dabei wurde eine Kapelle hinzugefügt, die vom Bischof von Konstanz geweiht wurde und den Besuchern Ablässe bot. Die Kapelle mit ihren kunstvollen spätgotischen Netzgewölben und reich verzierten Schlusssteinen bleibt ein Highlight der architektonischen Anziehungskraft des Pfleghofs.

Architektonische Wunderwerke

Der Bebenhäuser Pfleghof ist ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Architektur mit einem dreiflügeligen Komplex und einer markanten Südwestfassade. Das mehrstöckige Gebäude beherbergt im Erdgeschoss großzügige Hallen, die seine historische Rolle als Zentrum wirtschaftlicher Aktivitäten widerspiegeln. Die Kapelle, in Form eines Parallelogramms, besticht durch reich profilierte Maßwerkfenster und ein dichtes Netz spätgotischer Gewölbe. Jeder Schlussstein ist ein Kunstwerk, verziert mit floralen und figürlichen Motiven, darunter Symbole der vier Evangelisten und eine Darstellung des Apostels Bartholomäus.

Beim Erkunden solltet ihr auf die verschiedenen Wappen achten, die die Kapelle schmücken, darunter die der Stadt Tübingen und der Grafen von Württemberg. Diese Embleme zeugen von den historischen Verbindungen des Pfleghofs und den geschickten Handwerkern, die ihre Spuren an diesem bemerkenswerten Bauwerk hinterlassen haben.

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Touren

Eine Reise durch die Zeit

Die Reise des Pfleghofs durch die Zeit ist geprägt von seiner Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft. Während der Reformation verlor er seine religiöse Bedeutung, fand aber neues Leben als Zentrum wirtschaftlicher und sozialer Aktivitäten. Im 19. Jahrhundert wurde er zu einem zentralen Wirtschaftsgebäude in Tübingen, mit der größten Kelter der Stadt und umfangreichen Lagermöglichkeiten. Die Transformation des Pfleghofs setzte sich fort, indem er sich den Bedürfnissen der Zeit anpasste und Platz für universitäre Aktivitäten bot und sogar als Militärkaserne während sozialer Unruhen diente.

Heute ist der Pfleghof ein lebendiger Teil der Universität Tübingen, beherbergt das Institut für Musikwissenschaft und das Museum der Universität Tübingen (MUT). Er dient auch als Studentenwohnheim, Kindertagesstätte und Polizeistation und ist somit ein pulsierendes Zentrum des akademischen, kulturellen und gemeinschaftlichen Lebens.

Die Marienkapelle: Ein spirituelles und kulturelles Wahrzeichen

Die Marienkapelle im Pfleghof ist mehr als nur eine Kapelle; sie ist ein kulturelles und spirituelles Wahrzeichen. Ursprünglich als Gebetsstätte für die Mönche gedacht, wurde sie während der Reformation entweiht und später als akademischer Konzertsaal genutzt. Trotz dieser Veränderungen behält die Kapelle ihren spirituellen Kern, mit einer Statue von Maria und ihrem Kind, die die Ecke zum Holzmarkt hin ziert. Diese Statue erinnert an die Ursprünge der Kapelle und ihre dauerhafte Verbindung zum Zisterzienserorden.

Die Umgebung erkunden

Die Lage des Pfleghofs im historischen Zentrum Tübingens versetzt ihn inmitten eines lebendigen Geflechts aus Geschichte und Moderne. Umgeben von historischen Gebäuden, die heute Geschäfte und Restaurants beherbergen, lädt die Gegend zum Erkunden und Entdecken ein. Beim Schlendern durch die Kopfsteinpflasterstraßen werdet ihr in die charmante Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart eintauchen, die Tübingen ausmacht.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Bebenhäuser Pfleghof nicht nur ein historisches Denkmal ist, sondern ein lebendiger, atmender Teil der kulturellen und akademischen Landschaft Tübingens. Seine Wände hallen mit den Geschichten von Jahrhunderten wider und bieten Besuchern einen einzigartigen Einblick in ein reichhaltiges Geflecht aus Geschichte, Architektur und Gemeinschaftsleben. Ob ihr Geschichtsbegeisterte, Architekturliebhaber oder einfach neugierige Reisende seid, der Pfleghof verspricht eine unvergessliche Reise durch die Zeit.

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