Smartphone in der Hand, deine Leute neben dir, vor euch die Marktstraße – und keine zehn Gehminuten entfernt liegen unter einem Verwaltungshochhaus die Reste einer Kaiserpfalz. So beginnt eine Schnitzeljagd Kaiserslautern: nicht mit einer Reiseleiterin und einem Schirmchen, sondern mit dir als Spürnase. Diese Stadt trägt ihre Geschichte nämlich nicht vor sich her. Sie schiebt sie unter Beton, hinter schmucklose Sandsteinfassaden, unter das Straßenpflaster – sogar die Lauter, der Fluss, dem Kaiserslautern die zweite Hälfte seines Namens verdankt, verschwindet in der Innenstadt in Rohren und ist dort so gut wie nirgends zu sehen. Wer nur die Fußgängerzone abläuft, bekommt davon nichts mit. Wer die richtige Ecke nimmt, auf einmal sehr viel. Genau darum geht es hier: Ihr lest die Stadt wie eine Karte, auf der jemand mehrere Ebenen übereinandergelegt hat. Ein falscher Bogen kostet fünf Minuten, ein richtiger Blick nach oben bringt die nächste Lösung.
Ihr ladet die App myCityHunt auf euer eigenes Smartphone, löst das Ticket ein und scannt in der Lobby den QR-Code, damit alle im selben Spiel landen. Dann sucht sich jeder eine Rolle aus – 54 stehen zur Wahl. Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass räumt die Wissensfragen ab, der Athlet übernimmt, was Bewegung verlangt. Jede Rolle bringt eigene Bonus-Aufgaben mit, die sonst niemand in der Gruppe zu sehen bekommt. Unterwegs zeigt das GPS die Richtung zur nächsten Station, den Weg dorthin sucht ihr euch selbst – zwischen Rittersberg und Stiftsplatz gibt es davon reichlich. An den Stationen warten Wissensfragen, Fotoaufgaben und Aktivaufgaben; gerätselt wird per Multiple Choice mit vier Antwortoptionen, und wer feststeckt, öffnet zwei gestaffelte Hinweise. Freiwillig, und sie kosten Punkte. Elf Aufgaben verteilen sich auf gut vier Kilometer; Start und Pausen bestimmt ihr. Die beste Punktzahl führt die Liste an. Wem der Weg wichtiger war als die Wertung, hat trotzdem etwas davon.
Kaiserslautern ist keine Postkartenstadt, und das ist der Vorteil. Roter Sandstein stößt auf Nachkriegsbeton, und mitten in der Westpfalz beginnt hinter einer Mauer ein Stück Japan. Diese Brüche machen eure Schnitzeljagd Kaiserslautern abwechslungsreich: Was zusammengehört, liegt hier selten nebeneinander.
An der Burgstraße steht ihr vor mächtigen Buckelquadern aus rotem Sandstein – Fundamentreste der Kaiserpfalz, die Friedrich Barbarossa zwischen 1152 und 1158 hier errichten ließ. 1703 sprengten französische Truppen Burg und Schloss, geblieben sind Mauerzüge und der spätere Casimirsaal. Und direkt über diesem Hang schiebt sich seit 1968 das Rathaus 84 Meter in die Höhe, bei seiner Einweihung das höchste Deutschlands, bis Essen es 1979 ablöste. Ihr steht an einer Stelle, an der acht Jahrhunderte übereinanderliegen: unten Stauferzeit, oben unter dem Dach eine Aussichtsterrasse mit Lokal über den Dächern.
Die Martinskirche übersieht man beinahe. Kein Turm, nur ein Dachreiter auf dem Walmdach, nüchterner Sandstein, eingebunden in den Verlauf der Klosterstraße. Das war kein Sparzwang, sondern Haltung: Die Franziskaner, denen König Rudolf von Habsburg 1284 den Klosterbau erlaubte, verzichteten bewusst auf Höhe. Ein Stück weiter macht die Marienkirche das genaue Gegenteil – 92,5 Meter Turm, neugotisch, zwischen 1887 und 1892 nach Plänen des Münchner Architekten Heinrich von Schmidt gebaut. Da legt ihr unwillkürlich den Kopf in den Nacken. Zwei katholische Kirchen, sechshundert Jahre auseinander, zwei gegensätzliche Antworten auf dieselbe Frage.
Dazu kommt der Japanische Garten, angelegt auf dem Gelände eines Steinbruchs, in dem bis etwa 1870 der Buntsandstein für halbe Straßenzüge dieser Stadt gebrochen wurde: rund 13.500 Quadratmeter, Teiche, ein zwölf Meter hoher Wasserfall, eröffnet am 19. April 2000. Das Dazwischen gehört euch.
Das traditionelle Tee- und Gästehaus im Japanischen Garten wurde um 1900 gebaut und diente in einem Park in Tokio einem japanischen Minister als Gästehaus. 1983 kaufte es ein deutscher Privatmann, ließ es abtragen und in Deutschland wieder aufrichten; 2003 erwarb die Stadt Kaiserslautern das Haus und stellte es an den Oberen Teich des Gartens. Zufall ist das nicht: Bunkyō, ein zentraler Bezirk Tokios, ist Partnerstadt, und bei einem Besuch dort entstand 1993 die Idee zum Garten.
Der Betzenberg gehört selbstverständlich dazu. Fritz Walter, 1920 in dieser Stadt geboren, führte die deutsche Elf 1954 mit 33 Jahren als Kapitän zum Weltmeistertitel und blieb zwei Jahrzehnte lang dem Verein seiner Heimatstadt treu; seit 1985 trägt das Stadion seinen Namen. Die interessanteren Geschichten stehen aber woanders. Zwischen 1843 und 1846 brauchte Kaiserslautern eine Markthalle für Getreide – und bekam von August von Voit einen Bau nach dem Vorbild florentinischer Renaissancepaläste. Weil der Untergrund sumpfig war, ruht die Fruchthalle auf Pfeilern. Und ausgerechnet in dieser Getreidehalle residierte 1849 die pfälzische Revolutionsregierung.
Wusstest du zum Beispiel, dass im Stadtwappen ein Fisch schwimmt? Rings um die Stadt staute man im Mittelalter Bäche zu Fischteichen, den Woogen; Fischzucht war ein handfester Wirtschaftszweig. Dazu gehört die Sage vom Hecht im Kaiserwoog, der 1497 gefangen worden sein soll – ein Ungetüm von neunzehn Fuß, also knapp sechs Metern, mit einem Ring um den Hals, den ihm angeblich Kaiser Friedrich II. gut zweieinhalb Jahrhunderte zuvor angelegt hatte. Am Kaiserbrunnen, den Gernot Rumpf 1987 aufstellte, sitzen sie alle beieinander: Barbarossa, der Fisch, die Elwedritsch als pfälzisches Fabelwesen – und mittendrin eine Pfaff-Nähmaschine und ein Opel-Motor, weil auch Fabrikarbeit zu dieser Stadt gehört. Klassische Stadtführungen Kaiserslautern erzählen solche Dinge ebenfalls, nur bestimmt dort jemand anders das Tempo – und niemand fragt euch, ob ihr die Antwort wisst.
Für den Junggesellenabschied ist das Format ideal, weil sich die Gruppe über die Rollen von selbst sortiert: Die Lauten fotografieren, die Stillen knobeln, und am Ende landen alle Bilder in einer privaten Galerie, die nur eure Gruppe sieht. Wer einen Geburtstag unter Erwachsenen plant, bekommt hier eine Beschäftigung, die niemanden zum Zuhören verdonnert – gut vier Kilometer sind auch für gemischte Runden machbar, und der Stiftsplatz liegt zentral genug für den Übergang zum Essen. Beim Teambuilding zeigt sich schnell, wer Karten liest und wer Fragen beantwortet; in einer Stadt, in der Ingenieurbüros und Forschungsinstitute den Ton mitbestimmen, kommt eine Stadtrallye Kaiserslautern mit klarer Punktewertung erfahrungsgemäß gut an. Familien profitieren vom eigenen Tempo: Der Japanische Garten ist eine Pause, die Kinder freiwillig mitmachen, und niemand muss durchhalten, bis eine Führung endlich fertig ist. Und wer nur ein Wochenende in der Pfalz hat, hat mit diesem Stadtspiel Kaiserslautern in wenigen Stunden mehr gesehen als auf jedem Rundgang – vom Hauptbahnhof ist die Innenstadt keine Viertelstunde zu Fuß entfernt. Mehr als die App auf dem eigenen Handy braucht ihr nicht.
Am Stiftsplatz 2, wenige Schritte von der Stiftskirche, braut das Brauhaus am Markt sein Bier im eigenen Haus. Neben den ganzjährigen Sorten laufen immer wieder Sude, die es nur ein paar Wochen gibt. Dazu deftige Küche – Schnitzel und Haxe stehen ganz oben – und bei gutem Wetter eine Terrasse mitten in der Fußgängerzone. Ein guter Platz, um die Punktestände zu vergleichen.
Am Ende des Tages wisst ihr, wohin diese Stadt ihre Geschichten geschoben hat: unter das Rathaus, in die Buckelquader der Kaiserpfalz, hinter die turmlose Fassade der Martinskirche, in einen Steinbruch, aus dem ein japanischer Garten geworden ist. Die Lauter fließt weiter unsichtbar unter der Innenstadt, aber ihr wisst jetzt, dass sie da ist – und das ist der Unterschied zwischen Durchlaufen und Lesen. Die digitale Schnitzeljagd Kaiserslautern macht aus einem Nachmittag in der Fußgängerzone eine Suche mit Ergebnis: Fotos in der Galerie, ein Punktestand im Highscore, ein paar Sätze, die ihr euch merkt. Ladet die App, sammelt eure Leute ein, lauft los. Kaiserslautern rückt seine Geschichten heraus – man muss sie sich nur holen.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Kaiserslautern ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Kaiserslautern haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Kaiserslautern machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet in der Marktstraße und führt als Rundweg über rund 4,2 Kilometer durch das Zentrum, vorbei an der Stiftskirche, an der Martinskirche, an der Marienkirche und am Museum Pfalzgalerie. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Das Zentrum ist kompakt und weitgehend flach, zwischen den Stationen liegen mehrere Grünflächen.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa drei Stunden, die Strecke misst rund 4,2 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab € 12,99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.