Smartphone in der Hand, deine Leute um dich herum, hinter euch die Stände am Grünen Markt – und ein paar Gehminuten weiter ein Bibliothekssaal, über den Goethe mehr als drei Jahrzehnte die Aufsicht führte. So beginnt eure Schnitzeljagd Weimar: ohne Reiseleiterin, ohne Schirmchen, dafür mit euch als Spürnasen in einer Stadt von rund 66.000 Einwohnern, die trotzdem in aller Welt gelesen wird. Weimar hängt seine besten Geschichten nämlich nicht aus. Es steckt sie in Hausecken, in Inschriften über Türen, in einen Turm, der einen verheerenden Schlossbrand überstanden hat. Ihr lest die Stadt also selbst, statt sie euch vorlesen zu lassen. Biegt ihr richtig ab, steht ihr vor der nächsten Station; biegt ihr falsch ab, seht ihr immerhin einen Hof, den sonst kaum jemand fotografiert. Das GPS zeigt die Richtung, die App zählt mit, den Rest entscheidet ihr.
Ihr ladet die myCityHunt App auf euer eigenes Smartphone, löst das Ticket ein und öffnet die Lobby. Einer scannt den QR-Code, und die ganze Gruppe steckt im selben Spiel. Dann sucht sich jeder eine von 54 Rollen aus: Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen, der Architekt schaut nach oben, wo andere geradeaus gucken. Jede Rolle bringt eigene Bonus-Aufgaben mit. Ab da führt euch die Karte durch die Schnitzeljagd Weimar von Station zu Station, den Weg durch die Gassen sucht ihr euch aber selbst. Zu jedem Rätsel gehören vier Antwortmöglichkeiten und zwei gestaffelte Hinweise, die ihr freiwillig aufdecken könnt – sie kosten Punkte, also überlegt es euch. Zwischen den Wissensfragen liegen Foto- und Aktivaufgaben, und sämtliche Bilder landen hinterher in einer privaten Galerie eurer Gruppe. Wann ihr startet, bestimmt ihr; Pausen legt ihr ein, so viele ihr mögt. Am Ende führt die höchste Punktzahl den Highscore an. Wem ein Nachmittag zwischen Park und Altstadt genug war, hat genug.
Weimar lebt vom Widerspruch, und eure digitale Schnitzeljagd Weimar nimmt euch quer hindurch. Hofmarschälle und Studenten, Klassikerpathos und Bauhaus-Nüchternheit, Fürstengruft und Fahrradständer – alles auf wenigen hundert Metern. Anderswo säßet ihr für so viele Gegensätze im Nahverkehr.
Ihr steht vor einem Renaissancebau, den Herzog Johann Wilhelm ab 1562 als Wohnschloss errichten ließ und der erst zweihundert Jahre später Bücher aufnahm. Drinnen liegt der Rokokosaal, weiß und golden, mit hölzernen Galerien übereinander. Goethe übernahm 1797 die Oberaufsicht und behielt sie bis zu seinem Tod 1832. Am Abend des 2. September 2004 brach in dem Haus ein Feuer aus: Rund 50.000 Bände verbrannten, etwa 62.000 weitere wurden schwer beschädigt geborgen. Ein Teil dieser sogenannten Aschebücher wird bis heute Blatt für Blatt restauriert. 2007 öffnete der Saal wieder.
Vor dem Theater stehen die beiden seit dem 4. September 1857 in Bronze: Goethe legt die Hand auf Schillers Schulter und hält ihm einen Lorbeerkranz hin, Schiller greift halb zögernd danach. Was euch dabei kaum auffällt, hat der Bildhauer Ernst Rietschel bewusst zurechtgerückt – er zeigt beide gleich groß, obwohl Schiller den kleineren Goethe um gut zehn Zentimeter überragte. Gleichrang war ihm wichtiger als das Maßband.
Am Deutschen Nationaltheater und Staatskapelle Weimar erinnert eine Tafel daran, wofür das Haus über Weimar hinaus steht: Hier tagte 1919 die Nationalversammlung, hier gab sich das deutsche Volk die Weimarer Verfassung. In der Herderkirche hängt der Cranach-Altar, an dem Vater und Sohn Cranach arbeiteten. Und am Weimarer Stadtschloss steht die Bastille, jener Torbau, der den Schlossbrand von 1774 fast unbeschadet überstand. Das Dazwischen gehört euch.
Ins historische Bibliotheksgebäude kommt ihr nur mit Zeitticket. Aus konservatorischen Gründen wird pro Tag nur eine begrenzte Besucherzahl eingelassen, verteilt auf feste Einlassfenster. Bucht eure Karten deshalb besser vorab online, statt euch vor Ort auf ein freies Restkontingent zu verlassen. Von außen bleibt der Bau jederzeit euer Wegpunkt – hinein schaut ihr am besten vor oder nach der Tour.
Die Frau, nach der die Bibliothek heißt, war mit sechzehn verheiratet und mit achtzehn Witwe, ein Jahr darauf Vormund und Regentin in einem. Anna Amalia führte das Herzogtum für ihren nicht einmal zweijährigen Sohn, und acht Jahre nach dem Tod ihres Mannes zog ihre Büchersammlung in das umgebaute Grüne Schloss. Der Hof, der später Goethe und Schiller anzog, war zuerst das Werk einer sehr jungen Witwe.
Rund fünfzig Jahre zuvor hatte hier ein Hoforganist gearbeitet, der es sich mit seinem Dienstherrn gründlich verscherzte. Johann Sebastian Bach wollte weg nach Köthen, der Herzog wollte ihn behalten – und ließ ihn am 6. November 1717 in der Landrichterstube der Bastille festsetzen. Vier Wochen später, am 2. Dezember, wurde Bach entlassen: in Ungnade, aber immerhin frei. Ihr lauft an genau diesem Torbau vorbei.
Auch der Maler, dessen Altartafel in der Stadtkirche hängt, hat seine letzten Monate ein paar Schritte vom Markt entfernt verbracht. Lucas Cranach der Ältere zog 1552 nach Weimar, wohnte im Haus seiner Tochter und starb dort am 16. Oktober 1553; die Arbeit am Altar vollendete sein Sohn. Und die Bronze des Dichterdenkmals hatte vor ihrer Karriere als Nationalsymbol ein zweites Leben: Gegossen wurde sie in München aus eingeschmolzenen osmanischen Kanonenrohren aus der Seeschlacht von Navarino. Solche Wendungen kennen klassische Stadtführungen in Weimar auch – nur lauft ihr dort hinter jemandem her, statt selbst darauf zu stoßen. Wusstest du übrigens, dass das größte Volksfest Thüringens hier stattfindet und schon 1653 als Viehe- und Zippelmarkt urkundlich auftaucht? Am zweiten Oktoberwochenende hängen am Markt kunstvoll geflochtene Zwiebelzöpfe aus Zwiebeln und Trockenblumen, und wer eine Ecke weitergeht, hat drei Tage lang Mühe, überhaupt durchzukommen.
Für einen Junggesellenabschied ist bei der Schnitzeljagd Weimar die kurze Wegstrecke Gold wert: Ihr braucht weder Auto noch Straßenbahn, und wenn die Gruppe durchs Ziel ist, sitzt sie zwei Minuten später beim ersten Getränk. Bei einem Geburtstag unter Erwachsenen erspart euch die App die Organisationsarbeit – jeder lädt sie selbst, keiner muss den Vorturner geben, und die Fotogalerie hinterher ersetzt das Gruppenalbum, das sonst nie jemand zusammenstellt. Beim Teambuilding wird das Stadtspiel Weimar zum Gradmesser dafür, wer in der Kollegenrunde still mitdenkt: Wer zur Tagung in der Weimarhalle angereist ist, hat das Zentrum ohnehin vor der Tür und kann die Runde zwischen Programmpunkte legen. Familien profitieren davon, dass der Park an der Ilm direkt an die Altstadt grenzt – wenn die Kinder genug von Fassaden haben, liegt die Wiese gleich hinter der nächsten Ecke, und weitergespielt wird danach. Und wer nur zwei Tage Städtereise hat, bekommt mit dieser Stadtrallye Weimar in wenigen Stunden mehr Orientierung als mit jedem Faltplan: Vom Hauptbahnhof sind es keine zwanzig Gehminuten bis in die Altstadt, danach liegt alles beieinander.
Direkt am Startbereich, Grüner Markt 4, liegt das Residenz-Café, von den Weimarern kurz „Resi" genannt. Es besteht seit 1839 und ist damit Weimars ältestes noch bestehendes Kaffeehaus – Kaffee und Kuchen im Wiener Zuschnitt inklusive. Bis zum Theaterplatz und zum Bibliotheksgebäude sind es von hier aus nur wenige Minuten, ihr könnt also vor dem Start oder mitten in der Runde einkehren, ohne einen Umweg zu laufen.
Am Ende eurer Schnitzeljagd Weimar steht ihr wieder dort, wo alles anfing, nur mit anderen Augen. Die Stadt, die ihre Geschichten in Hausecken und Torbögen versteckt, hat sie euch Station für Station herausgerückt: den Turm, der den Brand überstand, den Saal, den Goethe verwaltete, die zwei Dichter, die einander seit 1857 den Lorbeerkranz reichen. Ihr habt Punkte gesammelt, Fotos gemacht, ein paar Abzweigungen verpasst und dabei genau die Ecken gesehen, die auf keiner Postkarte stehen. Ladet die App, schnappt euch eure Leute, lauft los am Grünen Markt – und schaut vor dem Goethe-Schiller-Denkmal noch einmal genau hin, wer hier eigentlich wem den Kranz hinhält.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Weimar ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Weimar haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Weimar machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Grünen Markt und führt als Rundweg über rund 3,7 Kilometer durch das historische Zentrum, vorbei an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, am Stadtschloss und am Deutschen Nationaltheater. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Weimar ist so kompakt, dass zwischen zwei Schauplätzen nur Minuten liegen; Tempo und Pausen bestimmt die Gruppe selbst.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa drei Stunden, die Strecke misst rund 3,7 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab € 12,99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.